Ronald Richert verstorben

Die Kakteenfreunde Berlin e.V. haben die traurige Pflicht, das plötzliche Ableben ihres langjährigen Mitgliedes Ronald Richert bekannt zu geben. Er starb am 27.02.2013 im Alter von fast 79 Jahren an den
Ronald Richert
multiplen Folgen langjähriger Organerkrankungen.

Ronald Richert ist vielen Kakteenfreunden über die Grenzen Berlins hinaus bekannt geworden als einsatzfreudiger Vertreter der Mitglieder im Beirat der Deutschen Kakteen-Gesellschaft, dem er allein 12 Jahre im Zeitraum von 1982 – 1994 angehörte. Es waren die Jahre unter der Präsidentschaft von Dr. Hilgert, Herrn Janssen und Prof. Dr. Barthlott, die für die Gesellschaft selbst nicht immer in ruhigem Fahrwasser verliefen und in denen auch die politische Wende in Deutschland zusätzliche Anforderungen mit sich brachte. Ronald Richert, in diesen Jahren meist einziger Vertreter Berlins in den Vorstandskreisen der DKG, wurde so ein wichtiges Verbindungsglied bei der Organisation der in Berlin 1992 realisierten 100 Jahr-Feier der DKG-Gründung. So wie damals war auf Ronald Richert immer Verlass, ja es wurde geradezu ein Markenzeichen seines Tuns, immer und stets ein verlässliches Teammitglied zu sein, das ausnahmslos alle angetragenen Aufgaben mit Einsatz und manchmal auch mit körperlicher Selbstverleugnung erfüllte und bis zuletzt stets auf örtlicher Ebene zur Verfügung stand, wenn es um spezielle Vereinsanliegen oder die Förderung der Kakteensache im allgemeinen ging. So hatte er auch schon für 2013 wieder zum Berliner Kakteentag seine Mitwirkung zugesagt….

Ronald Richert war ein echtes Berliner Kind. Am 17.04.1934 geboren, stets fleißig und strebsam, brachte er es nach den schweren Jahren des Überlebens in der Kriegs- und Nachkriegszeit beruflich bis zum selbständigen Handwerksmeister, ohne dass er damit wohlhabend geworden wäre. Ein bescheidenes Heim inmitten eines Gartens, der auch den Aufbau einer Kakteensammlung erlaubte, war stets der Kraftquell für sein unermüdliches Wirken in Beruf, Familie und Verein. Zunächst war es wohl die Gattung Mammillaria, die ihn faszinierte und zum Mitglied des einschlägigen Arbeitskreises machte. Nach Zeiten krankheitsbedingter Unterbrechungen hatte er zuletzt eine ‚feine’ Sammlung von Coryphanthen, Thelocacteen und weiteren nordamerikanischen Gattungen aufgebaut. Als Praktiker mit dem ‚grünen Daumen’ war er für viele Neuanfänger sowohl zu Haus als auch auf Ausstellungen immer ein gefragter Experte zu allen Arten der Vermehrung, von der er bis zuletzt nicht abließ und auch schon für die diesjährigen Kakteentage wieder an einem Ausstellungsobjekt zu diesem Thema bastelte. Wenn man dann noch erwähnt, dass er in den Jahren von 1982 – 1988 auch 2. Vorsitzender der Stammgruppe Berlin war, dann unterstreicht dies nur, dass Ronald Richert eigentlich zeitlebens – und besonders auch in schwierigen Zeiten ein stets ansprechbereiter, sachlich argumentierender und immer auch optimistischer Mensch war. Er wird uns fortan fehlen und selbstverständlich werden wir ihm auf den Berliner Kakteentagen ein erstes ehrendes Gedenken bereiten.

In Dankbarkeit und mit Mitgefühl für seine Kinder verneigen sich vor dem Verstorbenen die Kakteenfreunde Berlin und alle Freunde an seiner letzten Ruhestätte in Berlin-Reinickendorf.

Im Namen des Vorstands der Kakteenfreunde Berlin e. V., Stammgruppe  Berlin der DKG,
Dr. Thomas Engel

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